Das Konzept KOBRA-Kinderplan

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KOBRA-Kinderpläne sind mehr...
…als bunte kartograpische Werke für Kinder, gespickt mit altersgerechten Hinweisen und kindgerecht aufgearbeiteten Informationen. Sie sind weit mehr als nur das!

  1. SammlungKSPsSie sind Informationsquelle nicht nur für die Kinder selbst, die auf dem Weg sind, Ihren Horizont immer mehr zu erweitern, sondern auch für Eltern, Angehörige und nicht zuletzt für (Ferien-)Gäste,
  2. sie sind gern gesehenes zusätzliches Anschauungsmaterial für viele Schulen (nicht nur) im Unterricht geworden,
  3. sie sind ein erster kleiner aber wichtiger Baustein, die Erwachsenen von morgen an der Gestaltung ihrer unmittelbaren Lebenswelt teilhaben zu lassen,
  4. sie sind ein imageträchtiges und öffentlichkeitswirksames Produkt für Ihre Stadt oder Gemeinde, nicht zuletzt, um Ihre Kinder- und Familienfreundlichkeit weiter voran zu bringen,
  5. sie sind eine hervorragende Möglichkeit für Wirtschaftsunternehmen, Ihre nachhaltige Unternehmenspolitik lokal, regional oder überregional einmal mehr nach außen zu transportieren!
Beteiligung ist die Grundlage von Kinderplänen
20130510_154828Könnte nicht jede Werbeagentur einen Kinderstadtplan erstellen? Im Grunde genommen ja, doch wo bleibt dann die Mitwirkung von den Adressaten und Hauptnutzern, nämlich den Kindern?

Neben der kindgerechten grafischen Darstellung und der lückenlosen Sammlung von wichtigen Informationen für Kinder ist uns vom KOBRA-Beratungszentrum der Beteiligungsaspekt besonders wichtig. Aus diesem Grund werden bei der Erarbeitung der KOBRA-Kinderpläne prinzipiell Kinder fachgerecht mit einbezogen. In Abstimmung mit den lokalen Gegebenheiten vor Ort machen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KOBRA Beteiligungs-Streifzüge mit Kindern, in der Regel aus den dritten und vierten Klassen aller Grundschulen.

Dies bietet sich besonders an, weil:

  1. der jeweilige Schulbezirk auch die unmittelbare, bekannte Lebenswelt der Kinder ist,
  2. mit Einbezug aller Grundschulen die Gemarkung der Stadt/Gemeinde lückenlos erfasst werden kann,
  3. Stadterkundung und Kartografie im Lehrplan dieser Klassenstufen enthalten sind (viele Grundschulen nutzen die Kinderpläne im Unterricht),
  4. sich die Kinder der 3. und 4. Klassen im Altersschnittpunkt des angesprochenen Klientels befinden.

2013-07-22_BalingenDie Kinder zeigen aus ihrer Sicht, wo sie Gefahrenpunkte im Straßenverkehr sehen, wo sie sich in ihrer Freizeit unabhängig von Spielplätzen und Schulhöfen treffen (Drachenwiesen, Rodelhänge, Kletterbäume uvm.) und äußern sich dazu, welche Einrichtungen in ihren Augen im Kinderplan enthalten sein müssen.

Neben der unverzichtbaren Meinungsäußerung von Kindern sind die Hinweise auf Gefahren im Straßenverkehr besonders wichtig. Alleine die Perspektive von Kindern auf Grund ihrer Größe ist eine ganz andere als von Erwachsenen. Hier sei nur als Beispiel genannt, dass Erwachsene beim Überqueren einer stark beparkten Straße über diese parkenden Autos hinweg schauen können. Die Kinder können das oft nicht und werden dazu noch von fahrenden Autos aus schlecht gesehen. Die Wahrnehmung von Gefahr ist bei Kindern häufig sehr unterschiedlich zu der von Erwachsenen.

Die Treffpunkte von Kindern sind zum einen Orientierungshilfe für neu zugezogene Kinder und zum anderen Hinweise für Eltern, wo ihre Kinder in der Freizeit spielen können. Kinder leisten somit einen wichtige Beitrag zu einer kinderfreundlichen Gemeinde- oder Stadtentwicklung.

Ein KOBRA-Kinderplan ist folglich nicht als Einzelprojekt, sondern immer im Kontext einer kommunalen Beteiligungskultur zu sehen.

Den ressortübergreifenden Charakter von Partizipation stärken
Trotz intensiver Beteiligung der Kinder an der Erarbeitung von Kinderplänen ist jedoch nicht auf das Fachwissen der örtlichen Verwaltungen zu verzichten.

2013-07-22_BalingenViele Daten, die zur Verwirklichung eines Kinderplanes benötigt werden, sind in den Rathäusern vorhanden. Egal ob es sich um die Standorte von Spielplätzen oder Freizeitanlagen handelt oder um das Radwegenetz, die verkehrsberuhigten Zonen (Spielstraßen) sowie die Adressen von Kinder- und Jugendgruppen und Sportvereinen, die vorhandenen Ressourcen können meist problemlos abgerufen werden.

Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Aspekt, der bei Beteiligungsfragen nicht außer Acht gelassen werden soll – der ressortübergreifende Charakter von Partizipation. Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist nicht alleinige Aufgabe des Jugendamtes. In Rheinland-Pfalz (§§ 16c, 46b GmO), Hessen (§ 4c HGO, § 4c HKO), Baden-Württemberg (§ 41a GmO) und dem Saarland (§§ 5, 49a KSVwG) ist die Kinder- und Jugendbeteiligung in den jeweiligen Kommunalordnungen verankert. Gemein ist allen Verordnungen, dass Kinder und Jugendliche beteiligt werden sollen, wenn ihre Interessen berührt sind. Dieser Beteiligungswunsch bezieht sich jedoch nicht nur auf das Jugendamt. Geht es um Spielplätze, ist das Grünflächenamt gefragt, für schulische Fragen zeichnet sich das Schulamt verantwortlich, Sport- und Bolzplätze werden vom Sportamt verwaltet, um Radwege und Spielstraßen kümmert sich das Bauamt und Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche werden häufig über das Kulturamt organisiert.

Im Rahmen der Erstellung von KOBRA-Kinderplänen arbeiten alle genannten Ämter, soweit in der Art vorhanden, Hand in Hand zusammen, um zu einem präsentationsfähigen Produkt zu gelangen. Der entstandene Kinderplan ist letztlich ein Kompendium des gesamten Fachwissens aller beteiligten Personen und Ämter und daher nicht nur für Kinder ein sinnvolles Nachschlagewerk. Trotz eines relativ hohen Aufwands (Sammlung der Inhalte, Beteiligung der Kinder und grafische Bearbeitung) für die Realisierung eines Kinderstadtplanes liegt die Entstehungszeit, abhängig von der Größe der Kommune, zwischen zwei und sechs Monaten.

Politik und Wirtschaft im gesellschaftlichen Dialog
Leider kann in einer Stadt, einer Verbandsgemeinde oder Gemeinde nicht alles umgesetzt werden, was unzweifelhaft sinnvoll ist. Aus diesem Grund ist das KOBRA-Beratungszentrum bemüht, die Haushalte der betroffenen Kommunen nicht zu stark zu belasten.

Durch bereits vorhandene oder neu hergestellte Kontakte zu regionalen oder lokalen Wirtschaftsunternehmen können die KOBRA-Kinderpläne zu einem nicht unerheblichen Teil durch Werbung und Sponsoring refinanziert werden. Der Beitrag der Kommunen liegt dann, neben der Bereitstellung von infrastrukturellen Daten, in der Unterstützung von KOBRA bei den Verhandlungen mit z.B. kommunalen Eigenbetrieben oder großen Arbeitgebern vor Ort. Auf dieser Grundlage konnten bislang nahezu alle Kinderpläne, die geplant waren, auch verwirklicht werden, denn das Produkt „Kinderstadtplan“ birgt auch für Wirtschaftsunternehmen enorme Vorteile.

Der Kinderstadtplan bietet den Sponsoren:

  1. Unterstützung eines imageträchtigen Produktes zum Wohl der Kinder und der Stadt selbst.
  2. Lange Werbewirksamkeit, da der Kinderplan mindestens drei Jahre aktuell und erhältlich ist.
  3. Ein Produkt, das u.a. für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Unternehmens, die eigene Kinder haben, von Vorteil ist (weiche Standortfaktoren).
  4. Große lokale und regionale Medienresonanz.

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Viele Sponsoren, die sich an der Realisierung von KOBRA-Kinderstadtplänen beteiligt haben und immer noch beteiligen, betonen die genannten Punkte und loben die professionelle Durchführung der Kinderstadtplan-Projekte unter den bereits genannten inhaltlichen und pädagogischen Kriterien. Es zeigt sich bei der Erstellung von Kinderplänen recht deutlich, dass politischer Wille von Städten und Gemeinden, Kinder am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen und wirtschaftlicher Nutzen von Unternehmen, die dieses Projekt unterstützen, sehr nahe beisammen liegen.

Kinderbeteiligung im Rampenlicht der Medien
2012-07-11_Wochenblatt_SchliengenUnsere KOBRA-Kinderpläne erfreuen sich einer durchgängig großen Medienresonanz, da Kinder- und Jugendbeteiligung mit großem Interesse u.a. in der Presse verfolgt wird!

Somit ist die Erstellung von Kinderstadtplänen ein Paradebeispiel für das „Expertenwissen“ und die Fähigkeiten von Kindern. Solche Projekte finden immer guten Anklang bei den Vertretern von Presse, Funk und Fernsehen, da in relativ kurzer Zeit ein sinnvolles Produkt entsteht. Im Zuge der bisher erschienenen KOBRA-Kinderpläne (seit Oktober 2000) wurden inzwischen über 1’000 redaktionelle Beiträge in Presse, Rundfunk und Fernsehen geschrieben und gesendet.

Das große Medieninteresse hat viele Vorteile. Erstens sind die beteiligten Kinder sehr stolz darüber, dass sie bei den Erwachsenen Beachtung finden und ernst genommen werden, zweitens sehen sich die großen Sponsoren und Werbepartner gut präsentiert und drittens kann eine Stadt oder Gemeinde ihren Willen zur praktizierten Kinderfreundlichkeit einmal mehr in der Öffentlichkeit darstellen.

KOBRA-Kinderpläne im Internet

Neben den auf dieser Website mit eigenem Bereich aufgearbeiteten KOBRA-Kinderplänen stehen bereits seit dem Frühjahr 2005 alle kartografischen Planseiten unserer KOBRA-Kinderpläne, -stadtpläne und -freizeitkarten als pdf-Datei im Internet. Sie sind abrufbar über unsere Homepage www.kobra-online.info.

Fazit: 'WIN-WIN' für alle Beteiligten!

kinderplan.net-knubbelEs ist deutlich zu erkennen, dass die Erarbeitung und Präsentation der Kinderstadtpläne für alle Beteiligten von Vorteil ist. Die Kinder erfahren im Zuge seiner Erstellung eine Wertschätzung aus der direkten Beteiligung an genau der Stelle, an der sie selbst betroffen sind und etwas beitragen können und auch wollen! Denn sie sind die Experten ihrer eigenen Lebenswelt und nicht wir Erwachsenen! Neben den Befragungen und Begehungen vor Ort findet seit 2006 parallel ein Malwettbewerb statt, bei dem die Kinder in beeindruckender Weise zeigen, wie sie Ihre Kommune sehen und was für sie das Wichtigste ist!

Hinzu kommt, dass die KOBRA-Kinderstadtpläne urheber- und markenrechtlich geschützt sind und daher immer mit den gleichen Symbolen und Piktogrammen erscheinen. Dieses einheitliche Erscheinungsbild bedeutet auch, dass Kinder, die von einer Stadt mit KOBRA-Kinderstadtplan in eine andere reisen oder umziehen, keine Probleme bei der Nutzung der Kinderpläne haben.

Nähere Informationen über die Entstehung der Kinderstadtpläne können Sie in unserem Magazin „Kinderstadtpläne: Ein imageträchtiges Produkt für ihre Stadt oder Gemeinde“ nachlesen.